Fachbegriffe - Herbiy's Wetterseite

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Meteorologische Größe (Quelle Wikipedia)

Kältesumme:

Die Kältesumme eines Winters oder Monats erhält man, indem man alle Beträge negativer Tagesmitteltemperaturen (Temperaturen unter 0 °C) aufsummiert. Das Gegenteil ist die Wärmesumme.
Dieser statistische Wert wird oft im Zusammenhang mit dem Gefrierverhalten von Seen herangezogen.
Um die Strenge eines Winters zu beurteilen, bildet man eine Summe aller negativer Tagesmitteltemperaturen von November bis März. Das Ergebnis liefert folgende Aussage:
Summe < 100   = sehr milder Winter
				Summe 100-200 = normaler Winter
				Summe 201-300 = mäßig strenger Winter
				Summe 301-400 = strenger Winter
				Summe > 400   = sehr strenger Winter
				
Wärmesumme:

Die Wärmesumme ist die Summe bestimmter Temperaturwerte ( in unseren Fall 20 Grad) innerhalb eines definierten Zeitraumes. Das Gegenteil ist die Kältesumme.
Verwendet wird die Größe hauptsächlich in den Geowissenschaften Klimatologie, Meteorologie und Ökologie, sowie der Bau- und Energietechnik. Es existieren zahlreiche speziellere Definitionen, gegebenenfalls innerhalb eines bestimmten Korridors von Temperaturwerten, der extreme Minima und Maxima ausschließt (kumulierte Wärmedifferenzen, kumulierte Wärmeanomalie).

Grünlandtemperatursumme:
Die Grünlandtemperatursumme (GTS) ist eine Spezialform der Wachstumsgradtage, die in der Agrometeorologie verwendet wird. Sie wird herangezogen, um in Mitteleuropa den Termin für das Einsetzen der Feldarbeit nach dem Winter zu bestimmen.
Eine Wärmesumme ist allgemein eine gewisse Lufttemperatur eines Tages über die Tage einer Periode aufsummiert. Dabei verwendet man besonders die kumulierte korrigierte GTS, die nach Monat gewichtet wird:
Es werden ab Jahresbeginn alle positiven Tagesmittel erfasst. Im Januar wird mit dem Faktor 0,5 multipliziert, im Februar mit dem Faktor 0,75, und ab März geht dann der „volle“ Tageswert (mal Faktor 1) in die Rechnung ein.
Wird im Frühjahr die Summe von 200 überschritten, ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht. Hintergrund ist die Stickstoffaufnahme und -verarbeitung des Bodens, welcher von dieser Temperatursumme abhängig ist. In mittleren Breiten wird das meist im Laufe des März, an der Wende von Vorfrühling zu Mittfrühling erreicht. Der Jahresgesamtwert liegt typischerweise um 1000.

Tropennacht:

Unter einer Tropennacht versteht man in der deutschsprachigen Meteorologie eine Nacht, in der die niedrigste Lufttemperatur nicht unter 20 °C fällt. Gemessen wird in einer Standard-Wetterhütte in zwei Metern Höhe.
Im relativ kühlen deutschsprachigen Raum Europas gibt es im Durchschnitt nur einige wenige Tropennächte pro Jahr, so misst man etwa für Berlin-Alexanderplatz im langjährigen Mittel fünf Tropennächte pro Jahr, in der Innenstadt von Wien werden immerhin Tropennächte pro Jahr registriert. Daher handelt es sich eher um AusnahmeerscheinungenKennzeichnend sind Tropennächte für Hitzewellen, im Hitzesommer 2003 wurden etwa für Kehl 21 Tropennächte, für die Station Locarno-Monti (der wärmste Ort der Schweiz) 40 Tropennächte gezählt, oder in Wien im Rekordmonat Juli 2006 16 Tropennächte in Folge, was sogar den Juli 1984 übertraf.

In den Tropen und Subtropen ist der Begriff Tropennacht nicht gebräuchlich; je nach geographischer Lage und Höhe fällt die Lufttemperatur dort während der Sommermonat nachts dauerhaft nicht unter 20 °C. Üblicher sind englische Ausdrücke wie (Very) Hot night, mit deutlich anderen Grenzwerten.
Tropennächte gelten als besonders belastend für alte oder körperlich geschwächte Personen.
Ein Tag, an dem die Tageshöchsttemperatur 35 °C erreicht oder übersteigt wird als Wüstentag oder Extrem heißer Tag (englisch Extremely hot day) bezeichnet.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü